“Wenn es richtig ist, geht es leicht”

Kürzlich habe ich eine Podcastfolge gehört, in der es darum ging, wie man mit Gegenwind umgeht bzw. an welcher Stelle man umkehren sollte und einen neuen Plan entwickeln sollte.

Ihr habt ja schon gemerkt, dass ich hier sehr spirituell unterwegs bin und ich höre natürlich auch passende Podcastfolgen zu meiner inneren Welt. Ich lese entsprechende Literatur und befasse mich mit vielen Menschen und Dingen aus dieser Welt. Und natürlich gibt es in dieser spirituellen Welt, genau wie in jeder anderen auch, Mißverständnisse bzw. Fake News, bei denen wir vorsichtig werden sollten.

Eine Aussage ist: Es geht ganz leicht, wenn es richtig ist. Und es wird schwer, wenn es falsch ist.

Weißt du was? Das ist Bullshit. Und ich möchte dir auch erklären, warum:

Wenn ich mich in dieser Welt so umschaue sehe ich viele Menschen, die nach dieser Aussage ihr Leben ausgerichtet haben. Das hat dazu geführt, dass die Menschen ziemlich verweichlicht unterwegs sind, jede Anstrengung meiden und meinen, ihr Leben wäre ein Schlaraffenland und wenn es nicht so ist, wird entsprechend gejammert. Geändert wird natürlich nichts, das wäre ja mit Anstrengung verbunden. Viele Menschen haben völlig vergessen, dass es zum Menschsein dazugehört, dass man richtig Gas geben kann, dass man sich richtig anstrengen kann und damit ziemlich viel erreichen kann. Wenn ich mir sehr erfolgreiche Menschen anschaue, dann geben die Gas, die strengen sich an, die nehmen Rückschläge in Kauf und bleiben dran, sie sind diszipliniert und halten sogar krassen Muskelkater aus. Oder denkst du, dass die Supersportler über Nacht einfach mal so super geworden sind, weil sie im Bett lagen und ihr Maul aufrissen, damit eine gebratene Taube reinfliegt? Wohl eher nicht.

Ja, du hast Recht. Ich selbst gehörte viele Jahre lang zu den Menschen, die dachten es müsse einfach sein, wenn es richtig ist. Aber ich habe inzwischen auch schon einige Male erlebt, was für eine magische Kraft man in Gang setzt, wenn man dranbleibt, Stürme durchsteht und den krassen Muskelkater aushält.

Versteh mich nicht falsch: Ich glaube nicht, dass man hart arbeiten muss, damit man gerade so über die Runden kommt. Das ist ein Glaubenssatz, der aus dem Krieg stammt (vermutlich noch aus einer Zeit lange vor dem 1. Weltkrieg). Dieser Glaubenssatz ist nur halb wahr (immerhin 50% mehr als der mit dem Leichtgehenmüssen). Wenn unsere Urahnen nicht so hart geschuftet hätten, wäre diese Welt vermutlich noch immer im tiefen Mittelalterloch. Wenn unsere Urahnen gesagt hätten, dass es leicht sein muss, wenn es richtig ist, dann würden wir alle gar nicht hier sein. Oder was denkst du?

Nein, ich glaube nicht, dass uns permanent alles zufliegt. Ich glaube nicht, dass alles einfach ist. Manche Dinge sind verdammt schwer und das Leben ist manchmal echt krass hart. Und es gibt Momente, da zweifelt man einfach an allem. Jeder von uns hat diese Momente. Wenn du zu den Menschen gehörst, die Gas geben WOLLEN, und es auch tun hast du diese Momente. Wenn du zu den Menschen gehörst, die es immer einfach haben wollen, wirst du solche Momente haben. Das nennt man LEBEN. Denn das – Überraschung! – gehört einfach mit dazu. Das hast du automatisch mit dazugebucht, als du das Abenteuer Leben auf der Erde gebucht hast.

Was ich glaube ist, dass es den sogenannten Schwungtunnel gibt. Das sind die Momente im Leben, wo du auf etwas zugearbeitet hast und auf einmal beginnt sich alles zu fügen. Es fühlt sich fast so an, als habe dir das Universum den roten Teppich ausgerollt. Alles ist plötzlich fluffig, im Flow, es geht wirklich wahrlich einfach. Für eine gewisse Zeit. Und dann kommt ein großer Stein, über den du erstmal im Tiefflug stolperst. Ja! Das gehört dazu. Bleibst du jetzt am Ball? Oder gibst du auf? Den ersten und zweiten, auch noch den dritten Stein überstehst du. Dann denkst du: Ok, jetzt wird´s mir langsam zu steinig hier… und du übersiehst den roten Teppich unter den Steinen und die Himmelsleiter am Ende der Steine. Dranbleiben wurde noch immer belohnt, hart dran arbeiten (an dem, was man wirklich will) auch. Unsere Urahnen wussten das schon und haben uns aus der mittelalterlichen Dreckskuhle gebuddelt. Und wir können das auch schaffen, für uns, für unsere Kinder, Enkel und Urenkel. Dafür dürfen wir mal unsere bequemen Popos vom Sofa heben und in Bewegung kommen. Wir dürfen das Jammern verlernen und das MaulaufreißenfürgebrateneTauben. Wir dürfen verlernen uns immer nur auf andere zu verlassen und mal selber in Bewegung kommen. Dich stört was? Dann steht auf und fang mit der Veränderung an!

Sei du selbst die Veränderung, die du in dieser Welt sehen willst!

Klar, in einer Zeit, wo die Menschen sich kaum selbst fühlen können, wo so viele Menschen permanent damit beschäftigt sind nach außen ein schönes Aushängeschild zu sein und sich von ihrem inneren Stimmchen abzulenken ist es schwer, mit solchen Worten gehört zu werden. Das sind ja keine Worte, die wie Öl den Rücken runterfließen. Oder? Keiner von uns gewinnt, wenn wir uns gegenseitig bauchpinseln und dann auf die Zustände jammern, die um uns herum passieren. Keiner von uns gewinnt, wenn wir unser Leben einfach passieren lassen und vorhergesehen vor uns hin altern. Keiner von uns gewinnt, wenn wir so weitermachen wie in den letzten bequemen 60 Jahren.

Du findest es gar nicht so bequem? Ja, das ist richtig toll!! Warum? Weil du dann genau an der unbequemen Stelle was ändern kannst. Sprich darüber. Teil es mit anderen. Entwirf einen Plan, starte einen Verein, finde andere Menschen, die mit dir zusammen was auf die Beine stellen wollen. Die gibt es, das verspreche ich dir!! Du musst nur rufen. Kein Jammern mehr, Anpacken. Auch mal anstrengen. Und auch gern mal anstrengend sein.

Die Welt wurde nicht von Weicheiern verändert, die gejammert haben. Die Welt wurde von Träumern verändert, die groß geträumt und dann alles für ihren Traum getan haben. Manchmal war´s sicher leicht, manchmal war´s sicher extrem hart. Und sie sind drangeblieben. Sie haben weitergemacht. Sie haben nicht aufgegeben.

Es muss sich in dir richtig anfühlen, einen Ton in dir anklingen lassen, der dich mitreißt – der dich durchhalten lässt – DANN ist es richtig. Von Leichtgehen ist dabei keine Rede, von harter Schufterei auch nicht. Es ist beides, mal so und mal so. Wenn du dein Ziel, das, was in dir klingt, festhältst und dabei bleibst – dann erlebst du Wunder.

Bist du bereit dafür? Kommst du mit?

Hab´s fein! Deine Susa